DI Wolfgang „Woifi“ Lackner

Gründer und Geschäftsführer
Präsident, Kapitän, Außenminister, Minister für Forschung und Entwicklung

Wolfgang Lackner und die Alkomat-Patrouille

Was mich charakterisiert? Experimentieren, verlassen ausgetretener Pfade, Andersdenken – und von Kindesbeinen an die Ermahnung, dass ‘man das nicht so macht’:

Auf einer wirtschaftlich orientierten Hotelfachschule wird man Hoteldirektor, und studiert nicht etwas Technisches. Sucht sich einen Studentenjob und beginnt nicht, seinen Kommilitonen Unterricht zu geben. Man studiert in Wien, und nicht in München, wo man nicht einmal mit Schilling zahlen kann.
Architekten arbeiten nicht im Labor als Prüfingenieur. Man bleibt nach einem der schwersten Studien, die es gibt, in dem Fach – und steckt nicht all seine Energie und all sein Geld in eine blöde Idee, aus der ja sowieso ‘nix wird’.
Außerdem schließt man einen Bausparvertrag ab, ist Eishockey- oder Fußballfan und fährt nicht allein in einem Raftingboot unbefahrene Flüsse hinab. Und schreibt nicht solche Lebensläufe.

Die mir als Kind einer konservativen Gastronomiefamilie vermittelten Werte dienten mir, zusammen mit Ehrlichkeit und einer Prise Vorsicht, als stabiles Grundgerüst. Doch die Enge der Provinz und die vorgedachten Muster ließen meinen freien Geist nach neuen Wegen suchen.
Natürlich wollte ich Unternehmer werden, scheute allerdings die Nachteile eines klassischen Geschäfts: große Investitionen, Fixkosten, Öffnungszeiten, Werbeaufwand, teure Angestellte, säumige Kunden, und mein Leben an das Business zu verkaufen. Und natürlich gleichzeitig alle Vorteile einbauen, ist ja klar: dicke Margen, Flexibilität, wenig Arbeit, junge Zielgruppe, Arbeiten in einem perfekten Team, gratis Presse. Und weiterhin Gastro-VIP-Einladungen.

Ein befreundeter Polizist brachte mich auf die Idee, er fragte: ‘Kann man Alkomaten bescheissen?’ Ich recherchierte, habe Testszenarien erstellt, und alle Freunde wollten auch unbedingt einmal in ein original Polizeigerät blasen. Ich roch Gold, und wurde fündig. Der Rest ist Geschichte…

Ausbildung

Nach der Volksschule in Reifnitz/Wörthersee, 4 Jahren Elite-Gymnasium in Klagenfurt und
5 Jahre Hotelfachschule mit Matura in Villach, ruhte ich mich beim Wehrdienst als fauler Sanitäter aus. Meine schöngeistige Ader ließ mich baldest möglich an der Technischen Universität Wien inskribieren. Doch ein Studiensystem inklusive Professoren aus den 50er Jahren, hoffnungslos überfüllte Hörsäle, 10 Jahre Durchschnittsstudiendauer und das Prinzip ‘jeder gegen jeden’ vertrieben mich nach 2 Jahren verzweifelten Kampfes in eine Studienform, die es in Österreich damals noch nicht gab: die Fachhochschule.

Von Schemadenkern als ‘bessere Bauzeichner-Ausbildung’ verschrien, faszinierte mich vor allem die enorm effiziente Wissensvermittlung bei der Arbeit in kleinen Gruppen: die Basics vertieften Studenten oft untereinander, und die Professoren konnten uns auf die wirklich wichtigen Meta-Themen und auch die Feinheiten trimmen. Man saß nicht mehr stundenlang rätselnd allein am Zeichentisch, sondern korrigierte sich gegenseitig und fand im Gespräch zu neuen Wegen.
Heute entstammen die besten Architekten und schnellsten Wirtschaftshelden den Fachhochschulen, während sich Unis zwischen verschleppten Reformen und dem Bachelor-Debakel wiederfinden.

Ausgeübte Berufe

Architektur:
Eine Kommilitonin fragte mich im 2. Semester, ob ich ihr nicht ‘Darstellende Geometrie’ beibringen könnte. Die im Gegenzug erledigte Studienarbeit lockte mich in den bis dahin größten Erfolg über mein Bankkonto: Privat – Repetitorien für Studenten der FH München.

In den folgenden Jahren potenzierten sich die Studentenzahlen, ich musste oft in die Aula ausweichen, weil die Hörsääle einfach zu klein waren.
Natürlich fragte ich das Rektorat nicht, ob es mir für teures Geld die Räume vermieten könnte: ‘Hide and Seek’ war Teil des Spaßes. Wenn auch nicht immer einfach, wenn einem 75 Leute folgen! Konsequentes perfektionieren des Skriptums, unterhaltsamer aber rigoroser Unterricht, und permanentes Suchen und lösen von kleinen Fehlern, bescherten mir die Traummarke von 95 bis 97 % Erfolgsquote bei 160 Prüflingen.
Am Ende kamen 80 % (!) der Studenten eines Semesters zu mir, um sich durch die bis dahin größte Hürdenprüfung bringen zu lassen. Die Vorlesung des Professors war oft komplett leer. Auf Druck der Studenten lehrte ich anschließend auch das zweite der von mir bis dahin am meisten gehassten Fächer: Statik. Heute liebe ich sie beide…München war insgesamt 10 Jahre meine Heimat.

Weiters:
Freie Projekte im Bereich Architektur, Planung und Beratung (Credit Suisse-Investmentcenter München/Marienhof, EFH’s), Prüfingenieur am Labor für Stahl – und Leichtmetallbau an der FH München, spezialisiert auf innovative Stahl – Glas Konstruktionen

Gastronomie:
Im Laufe der Jahre sammelte ich Erfahrung im elterlichen Betrieb, bei Jobs rund um den Wörthersee, in Lech (Burghotel), und in München bei Käfer’s Wiesn Schänke (Oktoberfest) und bei der ROK (P1, Wirtshaus in der Au). Organisation: Privatveranstaltungen, Studentenfeste und die berühmten ArchitektenParties an der FH.

Die guten Kontakte und Erfahrungen qualifizierten mich als Trouble-Shooter. Ich wurde im Sommer ‘98 Geschäftsführer der FABRIK, dem mit 5.000 Besuchern größten House-Club Österreichs. Nach einem Besitzerwechsel musste innerhalb von 2 Monaten alles neu gedacht und auch gemacht werden. Von der kompletten Neuelektrifizierung des riesigen alten Werksgebäudes am Wörthersee, über das Erstellen neuer Konzepte, bis hin zur PR-Arbeit und Werbung, musste unser Team alles leisten.
Die 12 Bar-Bereiche wurden nach dem Vorbild des Pacha auf Ibiza an verschiedene Gastronomen aus Italien, Österreich und Deutschland verpachtet. Die Eröffnung war dann der erfolgreichste Abend bis dato, die Leute standen in einer 100 Meter langen Schlange an. Es folgten Auftritte der Creme der internationalen Star-DJ – Szene wie David Morales, Sven Väth, Tom Novy, Frankie Knuckles, Peter Kruder…

Im Jahr darauf erfolgte mit der eigenen Bar der Schritt in die Sebstständigkeit. Natürlich hatte ich wieder einmal ein haarsträubendes Konzept: ‘Der Wörthersee in der Fabrik’. Ein 8 mal 3 Meter großes knöcheltiefes Frischwasserbecken, und der legendäre Whirlpool hinter der Bar sorgen heute noch für Raunen bei den Stammgästen und Staunen bei Kollegen. Hätte ich lange gefragt, hätte ich dumme Antworten und tausend Gründe dagegen bekommen. Ich habe gemacht. Und 3 Jahre lang, bis 2001, die besten Parties am See gefeiert!

Weitere Jobs, Ausbildungen und Auswüchse

Motorboot-, Segel-, Ballonfahrer-, Motorradführer-, Trekker-, Tauch-und Motorenwärterschein
Schilehrer in Kärnten und Japan, Surflehrer, Raftingguide
Koch, Kellner, Direktionsassistent, Reisebürokaufmann (Schule)
Business-Punk
Air-Berlin Vielflieger und Weltenbummler (USA, Mexico, Japan, Australien, Thailand, Indonesien. Maghreb, Zentraleuropa, England, Schweden)
Freier Autor für den ‘Villacher Fasching’
Von Geburt an ledig
Spezialität: Querdenken

Mit freundlichen Grüßen
Dipl. Ing. (FH) Wolfgang Lackner

Das A-P Team über Woifi:

Visionär, Querdenker, Kreativmaschine, geradlinig und ehrlich, kennt die Gastronomie wie seine Westentasche, „The Brain“, verteidigt sein Kind (die Alkomat-Patrouille) bis auf’s Blut

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